Dienstag, 13. Oktober 2015

Goldgelb


Gingo Biloba

Dieses Baums Blatt, der von Osten 
Meinem Garten anvertraut, 
Giebt geheimen Sinn zu kosten, 
Wie's den Wissenden erbaut.

Ist es Ein lebendig Wesen, 
Das sich in sich selbst getrennt? 
Sind es zwei, die sich erlesen, 
Dass man sie als Eines kennt?

Solche Frage zu erwidern, 
Fand ich wohl den rechten Sinn. 
Fühlst du nicht in meinen Liedern, 
Dass ich Eins und doppelt bin.

Johann Wolfgang von Goethe (1815)



Nun ist wieder die Zeit, in der die Ginkgo-Bäume in sattem Gold erstrahlen.
Ich habe das Glück, eine Reihe solcher Bäume zu sehen, wenn ich aus dem Küchenfenster schaue.
Mein kleiner selbstgezüchteter Ginkgo auf dem Balkon hat schon alle Blätter abgeworfen.
Der Platz gefällt ihm nicht so recht, und ich hoffe,
ihm doch irgendwann einen Platz in der Erde anbieten zu können.
Meinen erste Kontakt mit Ginkgo hatte ich als Jugendliche in Weimar.
Schon damals gefielen mir die stattlichen Exemplare im Park.



Kommentare:

  1. Liebe Ulrike,
    welch leuchtend schöne Überraschung zu meinem morgendlichen Besuch mit meinem Espresso auf deiner Seite ...

    Empfangen von einer tollen neuen Kreiskreation, die ich schon einmal so begeisternswert fand und mich nun wieder in anderer Weise erfreut,
    gefolgt von einem Gedicht von Goethe, unterstrichen mit einem Sonnengold strahlenden Bild in dem goldene Tropfen zum Leuchten kommen, auf selbigem Blatt...
    und als Abschluss Zier eine Ginko-blatt-ranke!
    Ein wunderbares Gesamtbild,
    eine tolle Komposition!!!

    Wieder einmal danke ich dir herzlich für deine bezaubernden Ausdrucksformen,
    deine Monika*

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  2. Liebe Ulrike!

    Wie freue ich mich von Dir zu lesen! Vielen lieben Dank für Deine Grüße und Glückwünsche! Es ist nun wieder Herbst und unser Sohn wird älter, so dass ich nun mal wieder bloggen kann!

    Sehr schöne Seite- wie immer :-)

    Alles Liebe und Gute!

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